F. F. will die Abwesenheit von Ida Melos, die für eine Woche nach Bonn gereist ist, zu einer Art Brieftagebuch nutzen, in dem er versuchen wird, noch offenen Fragen ihrer Beziehung zu klären. Das Minderwertigkeitsgefühl Idas sei völlig abwegig, auch wenn es gelegentlich, z. B. in literarischen Fragen, Unterschiede zwischen ihnen gibt, so wie in der Beurteilung Joseph von Eichendorffs oder der Briefe Johann Wolfgang von Goethes an die Bernstorf. F. F. mag an Eichendorff das hohe Maß an Poesie, sein inniges Naturgefühl sowie die Fähigkeit, den Leser völlig in die dargestellte Bilderwelt zu bannen, wie es F. F. einst bei der Lektüre einer Eichendorffschen Novelle in Amsterdam selbst erlebt hat, obwohl er die Mängel, wie eine gewisse Formlosigkeit, die Schattenhaftigkeit der Figuren und das vermittelte Gefühl der Sehnsucht und Beklemmung, auch sehr wohl erkennt. Goethes Verhalten sieht er ebenso wie Ida als zu kalt und egoistisch an, meint aber, daß Ida und er von ganz anderem Gefühlscharakter, ähnlich dem von Kindern, sind, die sie nie so vereisen lassen werden. Daß Ida die Vertonungen Carl Loewes von F. F.'s Gedichten oft singen will, gefällt F. F. außerordentlich. |